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Dienstag, 21. Februar 2017

Portrait #1: Oliver Jäggi und das MechartLab

 

Oliver Jäggi ist der Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Mechatronische Kunst. Wir haben ihm für unsere Blogserie zum Thema Arbeit 2.0 im Hauptquartier der SGMK, dem MechartLab an der Hohlstrasse, einen Besuch abgestattet. Bei einem Bier hat er uns etwas über sich und die anderen Tüftler dort erzählt:

 

Wer seid ihr? 

Wir sind ein nicht kommerzieller Verein und unterstützen Menschen, die hierher kommen um an ihren Projekten zu arbeiten. Unsere Idee ist es natürlich auch, dass in diesem Raum Neues entsteht und Leute an den Schnittstellen von Technologien und Kunst experimentieren. Unsere Plattform bietet den Mitgliedern bestimmt einen Nutzen innerhalb ihrer sonstigen Tätigkeiten, bis hin zu ihrem Berufsleben, sei dies als Künstler oder Elektroniker.
Beispielsweise findet jeden Dienstag das Open Lab statt, dass heisst es ist öffentlich und jeder kann unentgeltlich vorbei kommen und an seinen Projekten arbeiten oder sich durch Projekte Anderer inspirieren lassen. Hier sind unter anderem viele Workshop Ideen entstanden. Alles Dinge die heute an Schulen oder Festivals gezeigt werden, wie beispielsweise der Solar Bird. Uns ist auch die Vermittlung und der Technologie-Transfer ein Anliegen, also anderen Leuten einfache Technologien beizubringen.

Warum machst du das? 

Ich persönlich mache es aus Interesse an den Bereichen Elektronik, Mechatronik, Robotik und ich produziere selber elektronische Musik. Den Zugang zur SGMK habe ich  über einen Workshop gefunden. Besitze selber schon - Hardware-, alte- und , neue Synthesizer und mein Interesse war gross selber welche bauen zu können. Mich interessieren dabei die Schaltungen und Töne, die bei meinen Selbstbaumodellen und meinen Experimenten entstehen.

Gibt es Dinge, die dich stören? 

Wir könnten uns besser organisieren. Aber das ist immer so eine Gratwanderung. Ich meine, wir selber als Verein sind zwar schon organisiert und  haben eine gewisse Struktur.  Aber ich finde es einerseits positiv, dass vieles selbst organsiert läuft und Sachen sich einfach so entwickeln. Dies ist einerseits gut, aber andererseits auch ein Nachteil. Das hat manchmal den Hang zum Chaotischen und Dinge finden dann nicht statt, die hätten stattfinden können.

Weiter bewegen wir uns als Verein mit dem ganzen Technologie Aspekt auch in einem gewissen Spannungsfeld, und es ist auch nicht immer einfach uns darin zu platzieren. Denn Technologie ist nicht immer so unschuldig.

Was schätzt du an deiner Arbeit? 

Menschen kennen zu lernen und den Austausch mit anderen Leuten . Es ist immer wieder spannend wer hier ins MechartLab kommt. Für mich ist immer das Erstaunlichste wenn an einem Abend plötzlich jemand klingelt, der auf der Durchreise ist. Der kommt dann aus Amerika oder aus Myanmar oder aus England undhat im Internet gesehen, dass es uns gibt, tauscht sich mit uns aus und zieht dann irgendwann weiter.  

 

Die SGMK, das ist die Schweizerische Gesellschaft für Mechatronische Kunst. Die SGMK hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Schaffen im Bereich der Elektrotechnik, Mechanik und Informatik  zu fördern. Zuhause sind sie an der Hohlstrasse 52, wo sie im sechsten Stock das MechArtLab betreiben. Jeden Dienstagabend findet dort ab acht Uhr das Open Lab statt. Das heisst, das MechArtLab steht allen Interessierten offen, um dort an ihren Projekten zu arbeiten, sich mit anderen austauschen und inspirieren zu lassen. 

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